10 Dinge wie man sich im Social Web nicht verhält

 

 

Im Netz gibt es unzählige kluge Ratschläge wie man richtig mit Social Media umgeht, wir drehen den Spieß um. Eine Anleitung wie Sie möglichst schnell, möglichst viel Schaden anrichten.

 

1. Einfach mal sehen was passiert

Machen Sie nur keine Pläne. Das Netz ist derart schnelllebig, was Sie heute als Strategie festlegen ist in zwei Wochen längst nicht mehr konkurrenzfähig. Aktionismus steht an der Tagesordnung, was Ihnen einfällt wird sofort umgesetzt. No risk, no fun! Schließlich sind Sie ja kreativ.

 

2. Möglichst viele Plattformen

Viel hilft viel. Registrieren Sie sich bei möglichst vielen sozialen Netzwerken, benutzen Sie auch möglichst unter-

schiedliche Bezeichnungen und Namen für Ihre Profile. Nur wenn Sie bei mehr als 30 Plattformen angemeldet sind können Sie sicher sein, dass Sie eine ausreichende Anzahl an Personen erreichen die Ihre Social Media Aktivitäten beobachten. Ihre Zielgruppe ist dabei nachrangig.

 

3. Automatisieren, automatisieren, automatisieren

Wozu diese vielen Plattformen persönlich betreuen, mittels RSS-Feeds und API-Schnittstellen lassen sich Inhalte ganz leicht automatisiert verbreiten. Nur wenn ein und derselbe Beitrag mindestens fünfmal, aus unterschiedlichen Platt-

formen gespeist, auf Facebook gepostet wird, haben Sie ausreichend automatisiert und haben das ideale Level an Langeweile-Potential erreicht.

 

4. Nur nicht antworten!

Sie erhalten Kritik? Stillhalten! Nur keine Aussagen oder Erklärungen abgeben, so bieten Sie nur weitere Angriffs-

fläche. Reagieren Sie am besten gar nicht, so kann sich der Ärger Ihrer Kunden ideal entladen.

 

5. Dreschen Sie Phrasen

„Wir sind die Besten!“, so etwas liest doch jeder gerne. Posten Sie mindestens dreimal täglich inhaltfreie Werbebot-

schaften, je schriller desto besser. Je öfter Sie das wieder-

holen, desto weniger interessant werden Sie.

 

6. Machen Sie Stimmung

Niemand spricht über Sie? Halten Sie Ihre Mitarbeiter an über Ihr Unternehmen Lobhymnen im Netz zu schreiben, aber lassen Sie auf keinen Fall zu, dass sie öffentlich zu-

geben bei Ihnen beschäftigt zu sein. Wer soll das bisschen Nachhelfen schon mitkriegen?

 

7. Vernachlässigen Sie Ihre Website

Wozu überhaupt noch eine eigene Website betreuen? Es ist doch alles im Netz vorhanden, Fotodienste, Newsstreams, Plattformen zum sharen von Dokumenten. Nehmen Sie Ihre Website offline, wenn jemand Informationen über Sie sucht wird er in den Weiten des Internets schon irgendetwas über Sie herausfinden. Man macht es den Leuten ja sonst viel zu leicht.

 

8. Machen Sie einen Digital Native verantwortlich

Suchen Sie sich wahllos einen jungen Mitarbeiter zwischen 15 und 30 aus Ihrem Team und machen Sie ihn zum Social Media Manager. Ein Zeitbudget für Social Media um die fünf Minuten pro Tag sollte ausreichend sein. "Die Jungen" kennen sich ohnehin alle mit Facebook und Twitter aus, das wird schon passen!

 

9. Bleiben Sie ganz draußen aus Social Media

Idealerweise steigen Sie erst gar nicht ein, in soziale Netz-

werke. So können sich Ihre Kunden über Sie austauschen, ohne von Ihnen behelligt zu werden, und Sie als Unterneh-

mer kriegen erst gar nicht mit wenn etwas hochschwappt. Was wir nicht sehen, existiert nicht.

 

10. Was einmal eingerichtet ist bleibt wie es ist

Passen Sie sich unter keinen Umständen an die Entwick-

lungen der einzelnen Plattformen an. Schließlich sind die bestehenden Funktionen etabliert und Sie wissen was Sie tun. Die sind doch selbst schuld, wenn die was ändern.

 

Wenn Sie sich möglichst an alle Punkte halten versprechen wir Ihnen, dass auch Sie bald Ihren ersten Social Media Fehlgriff erfolgreich umgesetzt haben.

 

 

Foto: erwist - cc-by-sa 2.0 deed.de